Ich bin schon scheiße selbstverliebt.
Oder vielleicht ist selbstdarstellungsverliebt das bessere Wort. Selbsterzählungs- und selbsterklärungsverliebt.
Ich hab angefangen meine Korrespondenz mit C. nochmal durchzulesen. Ich glaube, seine Fragen, sein unbändiges Interesse an meinen Lebensanekdoten und Selbstbetrachtungen, das war sein größtes Geschenk an mich. Die Chance, jemandem mein ganzes Leben erzählen zu dürfen, alles was mir wichtig erscheint aus meiner jetzigen Perspektive, rückblickend alles ordnend, sinnhaft zusammengefügt darlegen zu dürfen. Ein Geschenk, mit dem ich nicht sinnvoll umgehen konnte, das mich wie von Sinnen, von mir selbst berauscht, mich an seiner Aufmerksamkeit betrinkend, monologisierend durch meine narzisstische Selbstdefinitionskonstruktionsnarrationswelt taumeln ließ.
Wenn ich unseren Austausch jetzt wieder lese, frage ich mich: War ich eigentlich die ganze Zeit nur mit mir selbst beschäftigt?
Comments (5)
... hats denn selbstdefinitionsmäßig was gebracht? %)
Äh... ich hab zumindest festgestellt, dass ich viel zu gerne über mich selbst rede %)
Darüber hinaus: Es hat mir Spaß gemacht. Aber ob's mich weiter gebracht hat... *augenbrauehochzieh*. *kopfschüttel*. Bleibt anzuzweifeln.
Keine brandneuen Gedanken oder so. Ich hab hauptsächlich Sachen formuliert, die schonmal gedacht waren, die sowieso schon irgendwo in meinem Kopf vorhanden waren. Die meisten hatte ich auch schonmal erzählt, nur halt nicht im Zusammenhang
aua, meine Augenbraue!
.oO(Ich glaub' es ist an der Zeit ne Strichliste aufzumachen...)
aua, meine Strichliste!